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Postkoloniale Kritik In der Debatte um kulturelle Globalisierung geht
es auch viel um so genannte postkoloniale Theorie. Deren Relevanz
wird dabei oft auf kulturelle Effekte sowie auf zeitlich und räumlich
weit entfernte Phänomene eingeengt. Eine spezifische postkoloniale
Theorieproduktion findet daher in Deutschland nicht statt. Die Vortragsreihe
Postkoloniale Kritik konzentriert sich demgegenüber
darauf, diese Ansätze in den hiesigen Kontext zu übertragen
und zu untersuchen, inwieweit damit lokal virulente Ausgrenzungsmuster
und Neokolonialismen benannt werden können. Postkolonialität
ist in erster Linie kein chronologischer Epochenbegriff, der
die Zeit nach der formellen politischen Unabhängigkeit von der
westlichen Kolonialmacht markiert, sondern eine politisch motivierte
Analysekategorie der historischen, politischen, kulturellen und diskursiven
Aspekte des unabgeschlossenen Kolonialdiskurses (Kien Nghi Ha).
Sie umfasst nach dieser Lesart einen Ort der politischen Verortung.
Dieser Ort ist in das Gedächtnis und das Vermächtnis einer
kolonialen Vergangenheit und seiner gegenwärtigen Ausformungen
sowie Wirkungsweisen eingewoben. (Gutierrez Rodriguez). In der
Vortragsreihe wird dieser Ort untersucht. Zafer Senocak, Berlin Encarnacion Gutierrez Rodriguez, Hamburg Die Vortragsreihe wird ab Januar fortgesetzt
mit Beiträgen von Kien Nghi Ha, Mark Terkessidis, Bojana Pejic,
Cathy Gelbin, Giti Thadani und Fatima el-Tayeb (angefragt). Des weiteren
finden Panels zu Feminismus und Arbeit, Kapitalismuskritik und Postkolonialer
Kunstproduktion statt. Eine Veranstaltung der NGBK Berlin in Kooperation
mit interflugs, Hochschule der Künste. Dank an Katja Jedermann,
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Tel. 030/615 30 31, Fax
615 22 90, ngbk@ngbk.de, overview |